Rohöl, Brent
60,96 $ / Barrel
-0,18 %
US-Rohöl
52,25 $ / Barrel
-0,15 %
Gasöl
560,50 $ / Tonne
-0,18 %
Euro/Dollar
1,1293 € / $
-0,52 %



Energienews

Heizölpreise-Trend: Rohölpreise erholen sich vom Preisverfall am Freitag
26.11.2018

Brentölpreis überspringt wieder knapp die Marke von 60 USD/Barrel - Euro bleibt unter der Marke von 1,14 - Heizölpreise seitwärts in die neue Woche

Heizölpreise: Die bundesdurchschnittlichen Heizölpreise für Heizöl der Sorte Standardqualität bezogen auf eine Abnahmemenge von 3.000 Litern (entspricht einem Energieinhalt von 30.240 kWh) schlossen zum Wochenausklang gegenüber dem Schlussstand vom Vortag um starke 2,9 % schwächer - konkret stand der Heizölpreis bei 79,87 Euro/100 L. Verantwortlich für die starken Preisschwankungen im bundesdurchschnitt sind weiter hauptsächlich die Regionen, wo über die Rhein-Main-Schiene die Versorgung nur mit zusätzlichem hohen Aufwand gesichert werden kann (Schwerpunkte bei der Heizölpreisübersicht sind die Regionen: Frankfurt am Main, Mainz, Wiesbaden). Deshalb ist bei der konkreten Heizölpreisbewertung unbedingt zu beachten, dass es weiter große Unterschiede bei den regionalen Heizölpreisen gibt. Hauptursache dafür ist, dass neben den unten dargestellten Einflussfaktoren (Rohölpreis und Wechselkursverhältnis Euro zu US-Dollar) zusätzlich noch die Schiffsfrachten an der Rhein-Main-Schiene einen erheblichen Einfluss auf die aktuellen Heizölpreise in den betroffenen Regionen haben. So sind die Frachtkosten, bedingt durch den weiter anhaltenden niedrigen Wasserstand, in den letzten Monaten um 400 % gestiegen. Durch den stark eingeschränkten Schiffsverkehr gibt es auch dadurch in ausgewählten Regionen weiter Probleme bei der Bereitstellung von Mineralölprodukten, da über die Schiene und die Straße die Transportausfälle nicht komplett kompensiert werden können.

Gegenüber dem Heizölpreisstand vom 1.01.2018 sind die Heizölpreise aktuell um 23,6 % gestiegen.

Heizölpreise-Tendenz: Unter Berücksichtigung der Börsenentwicklungen vom Freitag und dem aktuellen Stand der Börsen am Montagvormittag gehen wir heute für die Heizölpreise von folgender Tendenz aus: seitwärts!

 

Bereich Schlusskurs
22.11.2018
Schlusskurs
23.11.2018
Veränderung
zum Vortag
Tendenz
26.11.2018
Heizölpreis (€/100L)
3.000 L Standardqual.
82,24 79,87 -2,9 %
Rohölsorte Brent
(US-Dollar/Barrel)
62,60 58,80 - 6,1 %
Wechselkurs
(Euro/US-Dollar)
1,1408 1,1398 - 0,1 %

 

Als Hauptursachen für die Entwicklung der Heizölpreise können folgende preisbestimmenden Faktoren vom Freitag und dem heutigen Tag herangezogen werden:

1. Ölpreise: Der Ölpreis für die Sorte Brent für eine Auslieferung im Monat Januar 2019 schloss am Freitagabend um starke 6,1 % schwächer bei 58,80 USD/Barrel - damit ist der Brentölpreis klar unter die Ölpreismarke von 60 USD/Barrel gefallen. Die Angst vor einer Abschwächung der Weltkonjunktur eine aktuelle Überversorgung des Ölmarktes von 1,4 Mo. Barrel/Tag dürfte die Ölpreise weiter unter Druck halten. Entscheidend für eine mögliche Ölpreisstabilisierung wird sein, ob sich die Ölproduzenten beim erweiterten Opec-Treffen im Dezember in Wien über eine Förderkürzung in Höhe von mindestens 1,5 Mio. Barrel/Tag verständigen können, die dann ab Januar 2019 umzusetzen wäre. Unklar ist, wie sich die wichtigsten Ölförderländer außerhalb der Opec - zum Beispiel Russland und die USA - im Jahr 2019 verhalten werden.

Seit Jahresbeginn ist der Ölpreis der Sorte Brent um rund 12,0 % gefallen.

Ölpreis-Tendenz: Zum Start in die neue Woche erholt sich Brentölpreis um 2,1 % und überspringt wieder knapp die Ölpreismarke von 60 USD/Barrel - aktuell steht er bei 60,05 USD/Barrel.

2. Eurokurs: Der Kurs des Euro schloss zum Wochenende mit einem leichten Minus von 0,1 % bei 1,1398. Hauptgrund für den schwachen Euro am Freitag waren schwache Konjunkturdaten aus der Eurozone. Im 3.Quartal 2018 ist in Deutschland die Wirtschaftsleistung um 0,2 % geschrumpft - erstmals seit über 3 Jahren.

Seit Jahresbeginn hat sich der Euro gegenüber dem US-Dollar um 5,2 % reduziert.

Eurokurs-Tendenz: Zum Start in die neue Woche setzt der Euro seine Schwäche fort - aktuell steht er bei 1,1368. Damit bleibt der Euro klar unter der Marke von 1,14.

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