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Zukunft sichern und Kosten senken: Finanzierungstipps für nachhaltige Heizsysteme
28.05.2024

Wer nach einer neuen Heizung sucht, will effiziente und sparsame Anlagen. Einerseits, weil die Anforderungen zunehmend verschärft werden. Auf der anderen Seite aber auch wegen hoher Energiekosten. Ist eine Heizung für den Neubau oder die Sanierung gefunden, entsteht ein neues Problem: Wie lässt sich die Installation am Ende finanzieren? Neue Heizanlagen werden schnell richtig teuer. Werfen wir einen genaueren Blick auf die Finanzierungsmöglichkeiten und die Auswahl nachhaltiger Heizungssysteme.

Zukunft sichern und Kosten senken: Finanzierungstipps für nachhaltige Heizsysteme
Abbildung 1: Nachhaltige Heizungssysteme werden immer wichtiger. Doch wie lassen diese sich finanzieren? Welche Möglichkeiten gibt es und was ist dabei zu beachten? Bildquelle: @ Erik Mclean / Unsplash.com

Nachhaltige Heizungen finanzieren: Kreditmöglichkeiten prüfen

Der Einbau einer neuen Heizung im Bestand oder die Installation effizienter Systeme im Neubau ist teuer. 20.000 Euro oder 30.000 Euro kann das neue System schnell kosten. Kaum ein Eigenheimbesitzer zieht diese Summe einfach unterm Kopfkissen hervor. In der Praxis wird oft der Versuch gemacht, eine Förderung mit zinsgünstigen Krediten zu kombinieren. Was ist alles möglich?

  1. KfW-Förderung: Immer auf aktuelle Konditionen achten

    Die KfW bietet verschiedene Programme zur Förderung nachhaltiger Heizsysteme an. Diese sind unter anderem in die Programme zur energetischen Sanierung von Wohngebäuden und den Neubau von energieeffizienten Häusern eingebunden. Im Rahmen der Förderrichtlinien ist festgelegt, welche Heizsysteme – wie Wärmepumpen, Solarthermie und Biomasseheizungen – eine Förderung erhalten. Teil der Förderungen sind auch Zuschüsse im Rahmen einer Energieberatung.

  2. Regionale Förderprogramme: Auf jeden Fall einen Blick wert

    Eine zweite Option ist die Suche nach regionalen Programmen. Es gibt auf Ebene der Länder und Kommunen durchaus Fördertöpfe, die auf eine energetische Sanierung und den Neubau abzielen. Im Hinblick auf die Richtlinien können sich diese von der KfW-Förderung allerdings deutlich unterscheiden. Interessant werden Angebote, bei denen es einen Zuschuss gibt, der nicht zurückgezahlt werden muss.

  3. Bankkredite: Konditionen vergleichen und Geld sparen

    Neben Förderungen gibt es natürlich auch die Möglichkeit, mithilfe eines klassischen Bankkredits zu arbeiten. In diesem Zusammenhang lohnt sich die Suche nach Angeboten, welche auf Sanierung bzw. den Immobiliensektor zugeschnitten sind. Hier lassen sich teilweise bessere Konditionen im Vergleich zum einfachen Ratenkredit realisieren. Generell ist ein Kreditvergleich immer zu empfehlen – einfach, um die besten Konditionen am Markt für die neue Heizung auszunutzen.

Nachhaltige Heizungssysteme: Was ist alles möglich?

Nachhaltige Heizungssysteme sind in den letzten Jahren immer wichtiger geworden. In der Politik wird darauf gesetzt, um die gesteckten Klimaziele zu erreichen. Welche Systeme sind heute im Einsatz, um den CO₂-Ausstoß zu reduzieren und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern?

  • Wärmepumpen: Diese Systeme nutzen die in der Umgebungsluft, im Erdreich oder im Grundwasser gespeicherte Wärmeenergie für die Bereitstellung der Heizenergie. Es gibt verschiedene Arten von Wärmepumpen, wie die Luft-Wasser-Wärmepumpen (entziehen der Außenluft Wärmeenergie), Sole-Wasser-Wärmepumpen (nutzen Erdwärme) oder Wasser-Wasser-Wärmepumpen (greifen Wärmeenergie aus dem Grundwasser ab).
  • Solarthermie: Solche Heizanlagen nutzen die Energie der Sonne, um ein Trägermedium zu erhitzen. Dieses stellt dann die Energie für Heizzwecke oder zur Warmwasserbereitung zur Verfügung. Aufgenommen wird die Energie über Solarkollektoren. Auf diesem Weg lässt sich ein nicht unerheblicher Teil der benötigten Heizenergie erzeugen.
  • Holzheizungen: Hier wird Biomasse – wie Holzpellets, Holzscheite oder Hackschnitzel – als Brennstoff eingesetzt. Moderne Holzheizsysteme arbeiten mit nur geringen Emissionen. Unter anderem werden Pelletheizungen, Scheitholzanlagen oder Hackschnitzelheizungen verbaut.
  • Infrarotheizungen: Diese wandeln Strom in Infrarotstrahlung um und realisieren so die Raumheizung. Durch den Bedarf an Strom werden solche Heizungen oft in Kombination mit einer Photovoltaikanlage eingesetzt.

Neben den bereits genannten Systemen gibt es weitere Heizungskonzepte – wie die zentralisierte Verfügbarkeit über Fernwärme oder die Nutzung des geothermischen Gradienten durch Erdwärme-Anlagen. Als Ziel steht hinter den Maßnahmen eine deutliche Verringerung der Emissionen und auf lange Sicht (vom Standpunkt des Immobilienbesitzers betrachtet) eine Kosteneinsparung. Damit dieses Ziel erreicht werden kann, muss der Energieträger preisgünstig zur Verfügung stehen und die Heizung einen sehr hohen Effizienzgrad erreichen.

Fazit: Mit modernen Systemen heizen und Kosten senken

Moderne Heizungen stellen effizient und unter Einsparung von Emissionen zur Verfügung. Bevor es so weit ist, muss aber zuerst die Finanzierung stehen. Neben dem Bankkredit entscheiden sich viele Immobilienbesitzer für Förderungen. Da diese immer zum Projekt passen muss, sollte sich niemand davor scheuen, bei Experten nach Unterstützung zu suchen.