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Der Haken an den Brennstoffzuschüssen
07.02.2023

Der Haken an den BrennstoffzuschüssenIn letzter Zeit wurde viel über die Zuschüsse für Heizöl, Pellets, Kohle und Holz berichtet – bis zu 2000 € stellte der Bund in Aussicht. Viele werden dennoch kein Geld erhalten. Bei manchem ist fraglich, ob sich überhaupt der Antrag lohnt.

Wann gibt es überhaupt Geld vom Staat für nicht leitungsgebundene Brennstoffe? Erstmal muss der Brennstoff zwischen dem 1. Januar 2022 und dem 1. Dezember 2022 gekauft wurden sein. Dabei muss der Preis des Brennstoffes mehr als doppelt so hoch sein als im letzten Jahr und das, was dann über das Doppelte hinaus geht, wird vom Staat mit 80% übernommen. Die Verdopplung der Kosten müssen Sie also erstmal alleine tragen und nur von dem was über der Verdopplung liegt würden Sie maximal 80% zurückbekommen.

Im vergangenen Jahr hatten fast alle Brennstoffe Rekordwerte erreicht. So war zum Beispiel Heizöl im März fast drei Mal so teuer wie im Vorjahr, ähnliches galt dann für die Holzpellets im August. Dennoch gab es immer wieder Phasen, wo man zwar eine Verdopplung der Kosten gegenüber dem Vorjahr hatte, aber keinen wirklich signifikanten Aufschlag, der darüber hinaus ging und sich jetzt für einen Antrag auf Unterstützung wirklich rechnen dürfte. Sollte der Wert der errechneten Zuschüsse zu dem unter 100 Euro liegen, fließt kein Geld. Auch wenn man zum richtigen Zeitpunkt bestellt hatte und die immer mal auftretenden, kurzen Preiseinbrüche mitgenommen hatte, geht man komplett leer aus.

Generell scheinen die Hilfen für viele Verbraucher zu kurz gegriffen. Da die kompletten Details und auch der Ablauf der Beantragung noch ausstehen, sind aber auch weitere Nachbesserungen nicht ganz ausgeschlossen.