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Warum ein wasserführender Kaminofen zur Ergänzung einer konventionellen mit fossilen Brennstoffen befeuerten Heizung sinnvoll ist
01.11.2023

Warum ein wasserführender Kaminofen zur Ergänzung einer konventionellen mit fossilen Brennstoffen befeuerten Heizung sinnvoll istEin wasserführender Kaminofen verfügt über eine Wassertasche, die um den Brennraum verbaut wird, den so genannten Wärmetauscher. Das darin zirkulierende Wasser erwärmt sich durch das im Kamin lodernde Feuer und wird in einen in den Heizkreislauf integrierten Warmwasserpufferspeicher geleitet. Die thermische Energie kann so genutzt werden, um die zentrale Heizung oder die Warmwasserbereitung zu unterstützen. Im Aufstellraum des Kamins kommt so zwar ca. nur ein Drittel Wärme direkt an, aber die Abstrahlwärme und das sichtbar prasselnde Feuer verschaffen dem Nutzer trotzdem ein wohliges Gefühl. Gerade bei gut gedämmten Häusern ist es sogar besser, dass nicht die gesamte Wärme des Kaminfeuers im Aufstellraum ankommt, da dies zu einer Überhitzung des Raums führen würde.

Durch den Anschluss des wasserführenden Kaminofens an das zentrale Heizungssystem des Hauses ist die durch den Kamin erzeugte Wärme nicht nur in einem Zimmer, sondern im ganzen Haus nutzbar. Der Heizkessel Ihrer zentralen Heizungsanlage kann so entlastet werden. In den Heizübergangsperioden ist es sogar möglich, dass eine Beheizung durch den Kamin völlig ausreichend ist. Das spart Heizkosten und entlastet die Umwelt. Da die zur Wärmeerzeugung genutzte Energie aus regenerativen Quellen stammt, werden damit Teile der vom Gesetzgeber vorgegebenen Anforderungen erfüllt. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Wärme relativ schnell verfügbar ist.

Für den Nutzer sind neben der effizienten Technik und der Wirtschaftlichkeit auch der optische Aspekt eines Kamins von hohem Stellenwert. Hier hat der Käufer auch beim wassergeführten Kamin die Qual der Wahl, da es viele Modelle in den verschiedenen Einrichtungsstilen gibt.

Auch wenn der wasserführende Kaminofen viele Vorteile hat, gibt es leider auch Nachteile. Die Anschaffungskosten sind höher und durch den Anschluss an das Heizsystem sind Planung und Installation aufwendiger und komplizierter als bei einem normalen Kamin. Zum Beispiel muss das höhere Gewicht des wasserführenden Ofens bei der Wahl des Aufstellortes berücksichtigt werden und der Platz für den Pufferspeicher muss vorhanden sein. Auch sollte der Platzbedarf für das Heizen mit Holz nicht unterschätzt werden, da die Holzscheite trocken und luftig gelagert werden müssen. Letztendlich wäre da noch der Aspekt, dass ein Kamin von Hand befüllt und gereinigt werden muss. Aber das ist eine eher geringe Mühe für ein bisschen Lagerfeuerromantik …